Yoga für Kinder und Jugendliche


Kinder können im Yoga eine Quelle der Entspannung, der Beweglichkeit und der Konzentration finden. Jüngere Kinder (4 bis 7 Jährige) erlernen Yoga auf spielerische Art. Kurze oder längere Geschichten, in denen Asanas (Körperstellungen) als Tiere oder Gegenstände beschrieben werden, setzen die Kinder in Bewegung um, denn sie sind flexibel und phantasievoll und haben Spass an den Bewegungen an sich. Die vollkommene Atmung, etwas das Erwachsene oft wieder neu erlernen müssen, ist für die meisten Kinder selbstverständlich und kann eine Quelle der Ruhe und Konzentration sein. Auch die Entspannung als Abschluss des Unterrichts wird genossen.

Ab 7 Jahren beginnt in der Schule der Leistungsdruck. Stress ist dann kein Fremdwort mehr. In einer Yogastunde werden keine Anforderungen oder Erwartungen an die Kinder gestellt und es gibt auch keine Noten! Regelmäßige Yogapraxis kann so auch Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen stärken. Kinder in diesem Alter lernen spielerisch mit Spaß und Phantasie Anspannungen und Stress abzubauen, ihre Konzentration zu fördern und die Körperhaltung zu verbessern. Der Unterricht wird immer mit einer tiefen Entspannung beendet.

Ab den 10.Lebensjahr liegt der Fokus in der Unterstützung des Selbstbewusstseins und der Identitätssuche. Die Hormone können die Jugendlichen, aber auch die Eltern, an ihre Grenzen bringen. Hierbei kann Yoga eine echte Hilfe und vor allem eine langfristige Bereicherung sein. Teenager erfahren durch Yoga innere Stärke, Selbstbewußtsein und eine gesunde Einstellung zu sich und ihrem Körper. Mit Asanas (Körperhaltungen), kurzen Meditationen und Entspannungsreisen mit positiven Gedanken können Teenager ohne Erwartungs- und Leistungsdruck ihre innere Mitte finden. Zudem helfen die Asanas Stress abzubauen und die Hormone zu regulieren. Atemübungen wirken ebenfalls beruhigend.

"Erziehung bedeutet nicht, wie viel Information wir in unserem Kopf gespeichert haben, die dort ein Leben lang unverdaut liegt. Was wir aufnehmen müssen, sind konstruktive, menschen- und charakterformende Gedanken. Wenn es uns gelingt, fünf Grundideen aufzugreifen und diese zu assimilieren, bis sie uns in Fleisch und Blut übergegangen sind, dann besitzen wir mehr Bildung als ein Gelehrter, der eine ganze Bibliothek auswendig gelernt hat."

VIVEKANANDA (1863 – 1902)